Brand in leerstehendem Gasthaus

Schleching. Großalarm für die Feuerwehren im südlichen Achental gab es am Freitagmorgen gegen 5.45 Uhr. Bei der Integrierten Leitstelle Traunstein war ein Notruf eingegangen, dass in Raiten der Dachstuhl eines Gasthauses an der Achentalstraße brenne. Bei Eintreffen der ersten Löschmannschaften stellte sich heraus, dass das Feuer im Treppenhaus des leerstehenden Gasthauses wütete und sich vom Erdgeschoss auf die erste Etage ausdehnte. Nach rund eineinhalbstündigen Löscharbeiten war der Brand unter Kontrolle. Menschen waren nicht in Gefahr. Die Ursache des Feuers ist noch unklar. Spezialisten der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Der Sachschaden beträgt nach Polizeiangaben rund 50.000 Euro. 

Nach dem Alarm rückten die Feuerwehren aus Schleching, Unterwössen, Marquartstein und Grassau an, ebenso die Feuerwehr Holzhausen mit einer Wärmebildkamera und der Gerätewagen „Atemschutz“ der Feuerwehr Traunstein. Letztgenanntes Sonderfahrzeug war nach Angaben von Kreisbrandinspektor Georg König nötig, weil wegen des dichten Brandrauches im Gebäude nur Löschtrupps eingesetzt werden konnten, die mit Atemschutzgeräten ausgerüstet waren. Das Feuer war vermutlich im Erdgeschoss ausgebrochen und fand in der Holztreppe und im Fehlboden zum Obergeschoss reiche Nahrung. Von zwei Seiten, über den Haupteingang und mittels des Hubrettungsfahrzeuges der Feuerwehr Grassau, über das die Floriansjünger in den zweiten Stock einstiegen, rückten die Löschtrupps gegen das Feuer an. Zudem wurden sicherheitshalber rund um das Gebäude weitere Löschmannschaften in Position gebracht. Gegen 7.15 Uhr, rund eineinhalb Stunden nach dem Feueralarm, war der Brand gelöscht. Das Treppenhaus im Erdgeschoss sowie im 1. Stock wurde weitgehend zerstört. Großer Schaden entstand, weil sich der Brandrauch auch in Gasträume und Zimmer ausdehnte und Wände und Decken schwärzte. Zum Abschluss der Löscharbeiten wurde das Gebäude mit einer Wärmebildkamera auf Glutnester durchsucht und diese gründlich abgelöscht. Mit Belüftungsgeräten wurde der Brandrauch aus dem Gebäude geblasen. 

Während der Löscharbeiten musste die Bundesstraße 307 für rund drei Stunden komplett gesperrt werden. Während der Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten konnte der Verkehr einspurig an der Brandstelle vorbeigeleitet werden. 

Im Einsatz waren rund 100 Feuerwehrmänner und –frauen sowie als Sicherheitsabstellung der Einsatzkräfte ein Notarzt und das BRK mit einem Rettungswagen, ebenso der Einsatzleiter Rettungsdienst. Die Sanitäter mussten jedoch nicht eingreifen. Verletzt wurde niemand. pv.

Bilder: Feuerwehr Schleching

 

 

zurück